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21.07.2026 | Stefanie Starke | Markt Fürstenzell

Schule und Jugendhilfe eng verbunden

Landtagsabgeordnete Meyer und Heisl besuchen St. Maria Fürstenzell

Seit etwa sechs Jahren hat die Stiftung SLW Bayern die Trägerschaft der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Maria in Fürstenzell bestehend aus Heimvolksschule, Hort und Ganztag, KiTa sowie Heim- und Wohngruppen übernommen.

Foto: Stefanie Starke
„Wir freuen uns über das Interesse an unserer Schule, unseren Wohngruppen, unserem Hort, der KiTa, an unserer Stiftung und insgesamt an Kindern mit sozial-emotionalen Förderbedarfen“, fasst Johannes Erbertseder, Vorstandsvorsitzender der Stiftung SLW Seraphisches Liebeswerk Bayern gleich eingangs zusammen. 
 
Der Stiftungsvorsitzende hat die beiden Landtagsabgeordneten Josef Heisl und Stefan Meyer zum gemeinsamen Austausch geladen: „Dass die Zeiten schwierig und herausfordernd sind, ist uns bewusst. Trotzdem haben wir einige Anliegen an die Politik und wollen auf unsere pädagogischen Herausforderungen hinweisen“, dankt er für die Zeit und das politische Interesse an den Angeboten und Leistungen der Stiftung SLW Bayern am Standort Fürstenzell. 
St. Maria in Fürstenzell im Landkreis Passau wurde bereits 1934 als Kindergarten gegründet und im Jahr 1956 mit der Schule und Heim erweitert. Dabei ist die Einrichtung fester Bestandteil des regionalen Sozialraums – „wir fördern hier Kinder vom Krippenstart bis zum Schulabschluss. Unser oberstes Ziel ist es, junge Menschen stark und fit für ihre Zukunft zu machen, damit sie ihre Chancen im Leben erkennen und nutzen“, so Einrichtungsleiter Maik Hollstein. „In diesem Zusammenhang setzen wir auf ein Entwicklungsumfeld mit verlässlichen Begleitern und eine moderne Pädagogik“, betont auch Schulrektor Max Lehner. Dabei war das Konzept im Rahmen der Übernahme der Trägerschaft der Heimvolksschule St. Maria in Fürstenzell durch-aus umstritten, mittlerweile aber gleichermaßen anerkannt. In Konkurrenz zur Arbeit und den Herausforderungen für das Wirken am Standort St. Maria in Fürstenzell stehen die politisch angedachten Kürzungen im Bereich Jugendhilfe – „das wäre dramatisch für unsere Arbeit und die betroffenen Kinder und Jugendlichen“, betont der Stiftungsvorsitzende Erbertseder. Schließlich dürfe man in der Gesellschaft keinen vergessen.  
Als Mitglied im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags ist es MdL Josef Heisl ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit MdL Stefan Meyer mehr über die tägliche Arbeit und Begleitung der jungen Menschen zu erfahren. Gerade im Bereich der Schul- und Individualbegleitung seien die Rahmenbedingungen teils suboptimal – „es gilt die beste Förderung für die Kinder zu ermöglichen. Das ist unser tägliches Bestreben, auch wenn es uns Vorgaben und Umstände oft nicht einfach machen“, erklärt Erbertseder. Er verweist in diesem Zusammenhang weiter auf den hohen Stellenwert und enormen Bedarf an Plätzen für Kleinkinder und im Bereich der Inobhutnahme: „Uns stehen derzeit vier Plätze zur Verfügung. Die Kinder und Jugendlichen, die hier ihren Raum erhalten, sind oft hoch belastet – ebenso die Institutionen. Das System läuft auf Anschlag und schnelles, akutes Handeln in Krisensituationen ist echt schwierig geworden“, so die Stiftungsvertreter.
Die CSU-Landtagsabgeordneten Stefan Meyer und Josef Heisl danken abschließend für den transparenten Austausch. „Gerade die Heimvolksschule ist ein gelebtes Beispiel dafür, wie sich konfessionelle Bildungsträger im ländlichen Raum über Jahrzehnte erfolgreich und mit großer Hingabe auch der sozialen Fürsorge annehmen. Damit ist der Standort Fürstenzell vor allem in unserer regionalen Bildungslandschaft von unschätzbarem Wert“, sind die Landtagsabgeordneten überzeugt.
 
Foto (Stefanie Starke): (v. l.) Johannes Erbertseder (Vorstandsvorsitzender der Stiftung SLW Seraphisches Liebeswerk Bayern), Schulleiter Max Lehner, MdL Josef Heisl, MdL Stefan Meyer und Einrichtungsleiter Maik Hollstein.