„Obernzell hat viel Potenzial, steht aber auch vor anspruchsvollen Aufgaben.
Der direkte Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort ist wichtig, um die Herausforderungen und Bedürfnisse der Gemeinden aus erster Hand zu kennen“, sagte MdL Josef Heisl.
Dabei wurde schnell deutlich: Die Aufgabenliste ist lang – doch der neue Rathauschef blickt mit Zuversicht nach vorne.
„Ich fühle mich wohl, ich kannte die Leute ja bereits“, sagt Liebl über seine ersten Wochen im Amt.
Der Wechsel an die Spitze der Verwaltung sei ihm dadurch erleichtert wor-den. Besonders freut ihn die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten im Rathaus: „Ich habe hier eine tolle Mannschaft.“
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die finanziellen Herausforderungen der Marktgemeinde.
Vor allem der Haushalt werde die Verwaltung in den kommenden Jahren stark beschäftigen.
Große Investitionen seien bei der Wasser- und Abwasserversorgung not-wendig, gleichzeitig belaste der Unterhalt des Bayerischen Donauland-Museums im Schloss Obernzell die Gemeindefinanzen.
Ein weiteres Dauerthema bleibt der Fährbetrieb über die Donau. Wirtschaftlich sei dieser zwar nicht einfach zu stemmen, dennoch ist für Liebl klar: „Wenn für die Zukunft kein Be-treibermodell mit weiteren Partnern gefunden werden kann, ist eine Aufrechterhaltung des Fährbetriebs massiv gefährdet.
Der Markt Obernzell wird das Defizit nicht länger al-leine tragen können.“
Auch eine neue Fähre oder der Austausch auf einen umweltfreundlichen Antrieb kann laut Bürgermeister Liebl nicht vom Markt Obernzell alleine geleistet werden.
Besonders große Sorgen bereitet dem Bürgermeister die notwendige Sanierung des Freibades. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf. „Hier ist die Zusammenarbeit von Markt, Bund und Land unverzichtbar. Wir brauchen dabei Unterstützung“, betonte Liebl. Trotz der Herausforderungen durch die notwendige Sanierung und das jährliche Defizit hält der neue Bürgermeister am Freibad fest.
Für den Wohn- und Urlaubsort Obernzell ist es aus seiner Sicht unverzichtbar.
Auch der Betrieb des Bürgerhäuses in Nottau, wird die Gemeinde finanziell fordern.
Solche Einrichtungen seien wichtige Treffpunkte für das gesellschaftliche Leben in den Ortsteilen, verursachten, aber laufende Kosten für Unterhalt und Betrieb.
Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen zeigte sich der neue Bürgermeister entschlossen, die anstehenden Projekte anzupacken.