Dabei ging es für die Abgeordneten nicht nur um das qualitativ hochwertige Angebot der medizinischen Rehabilitation in der Region, sondern auch um den Erhalt der zahlreichen Arbeitsplätze. „Wir sind weiter im Spiel. Die Verfahren unter anderem zur externen Prüfung der Wirtschaftlichkeit laufen noch und werden bis in den Herbst andauern“, sagt Brigitte Iding, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, und dankt für den wertvollen Einsatz der CSU-Landtagsabgeordneten, gemeinsam mit MdB-Kollege Hans Koller und Landrat Raimund Kneidinger. „Das hat wirklich etwas gebracht“, ist Iding überzeugt und gibt bei einem Besuch der Abgeordneten Josef Heisl und Stefan Meyer am Standort Passau zunächst Einblick in die laufenden Prozesse für Bad Füssing.
Das Rehafachzentrum der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd verfügt über insgesamt zwei Standorte, wobei sich die Einrichtung in der Stadt Passau auf die Behandlungsfelder Onkologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetes und Adipositas spezialisiert hat. „Bei unserer Arbeit geht es uns stets darum, sich mit unserer Spezialisierung und unserer Expertise für das Wohlbefinden unserer Patienten einzusetzen“, betont Iding und verweist in diesem Zusammenhang auf die Schwierigkeiten hinsichtlich der Finanzierung der entsprechenden Leistungen. „Um Qualität und eine gute Versorgung erhalten zu können, ist eine angemessene Finanzierung mit ausreichend Mitteln für die Rehabilitation entscheidend. Dies setzt neben einer soliden Basisfinanzierung auch die Berücksichtigung von besonderen Rahmenbedingungen wie konkret den regionalen Faktoren voraus“, so die Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd. Der Abteilungsleiter für die Kliniken des Trägers, Gerald Weiß, gibt im Vorgespräch mit den Abgeordneten zunächst Einblick in das neu erarbeitete Vergütungssystem für sämtliche Rehabilitationseinrichtungen. „Das treibt uns stark um und wir lernen ständig dazu. Für uns ist dies ein Paradigmenwechsel, im Sinne der Transparenz, aber vor allem auch der Gleichbehandlung“, erklärt Gerald Weiß. Die neue Vergütungsordnung basiere dabei auf zwei grundlegenden Komponenten, die sowohl einrichtungsübergreifende als auch regional spezifische Besonderheiten berücksichtigen. „Die neue Vergütung wurde zu Jahresbeginn ein-geführt, wofür auch eine entsprechende technische Umsetzung erforderlich war – weitere Fragestellungen werden sich jetzt in der Praxis zeigen“, so Weiß.
Die Einrichtung selbst ist derzeit zu 100-Prozent ausgelastet. „Das gilt für die meisten Einrichtungen – die Häuser sind voll. Rehabilitation erfährt einen immer größeren Stellenwert. Das gilt auch aus der gesundheitspolitischen Perspektive heraus“, betont MdL Stefan Meyer in seiner Funktion als Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtag. „Bayern ist Reha-Land Nummer Eins – und das soll auch so bleiben. Es gilt die Gesundheitsprävention zu stärken und die Zukunft der Reha-Kliniken im Freistaat zu sichern“, betont auch MdL Josef Heisl.
Das Rehafachzentrum in Passau hat sich unter anderem auf die Fachgebiete Innere Medizin, Diabetologie und Onkologie spezialisiert. „Insgesamt sind wir sehr breit aufgestellt“, erklärt der Medizinische Direktor Dr. Lukas Moleda bei einem Rundgang durch die Einrichtung. Das Haus bietet Platz für rund 160 Patienten – über 120 Mitarbeitende nehmen sich hier deren Rehabilitation und Gesundung an.
Foto (Stefanie Starke): (v. l.) MdL Stefan Meyer und MdL Josef Heisl, Gerald Weiß (Abteilungsleiter Kliniken, DRV), Pflegedirektor Robert Fenzl, Kaufmännischer Direktor Thomas Steger, Brigitte Iding (Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd) und der Medizinische Direktor Dr. Lukas Moleda.