Die Lehrerversorgung insgesamt, die Entwicklung der Schülerzahlen sowie die reichen Angebote an Schulen neben dem regulären Unterricht waren Thema bei einem Austausch an der Staatlichen Realschule in Hauzenberg.
Foto (Stefanie Starke): (v. l.) MdL Josef Heisl, der stellvertretende Schulleiter Klaus Kirchberger, Christoph Berger aus dem Team des Elternbeirats und Schul- und Seminarleiter Andreas Gilg.
So war auf Initiative des Elternbeitrags um Christoph Berger der CSU-Landtagsabgeordnete Josef Heisl an die Schule geladen worden, um gemeinsam mit Schul- und Seminarleiter Andreas Gilg und seinem Stellvertreter Klaus Kirchberger aktuellen Themen zu besprechen. Im Fokus stand dabei das vom Bayerischen Kultusministerium anvisierte Stellenmoratorium. Hierbei geht es um eine für einen bestimmten Zeitraum angesetzt Sperre für eine Besetzung offener Lehrerstellen. „Die Maßnahme ist dem massiv angespannten Haushalt geschuldet. So ist für das Schuljahr 2026 festgelegt, dass trotz steigender Schülerzahlen keine Lehrerplanstellen geschaffen werden“, weiß MdL Heisl um den Missmut der Schulleitung. Die Regelung hat nach Aussage von Andreas Gilg wiederum direkte Auswirkungen auf das Schulleben der Staatlichen Realschule in Hauzenberg. „Größere Klassen und weniger Bildungsangebot – im Grunde wird zu Lasten der Entwicklung unserer Schüler an Bildung eingespart“, so Schulleiter Gilg. Vor dem Hintergrund, dass der Lehrerberuf nicht einfacher werde und jedem Einzelnen mehr abverlange, sei das nach Ansicht des Schulleiters ein falsches Signal Richtung Bildungssektor. „Zuletzt mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten, damit sich Lehrkräfte verschiedenen Arbeitskreisen wie Theater, Umwelt, oder Robotik annehmen – nun müssen diese im nächsten Jahr aufgrund des gekürzten Stundenbudgets kurzum gestrichen werden“, so Gilg.
Auch, wenn MdL Heisl grundlegend Verständnis für die schwierige Situation der Schule aufbringe, legt er nochmals das klare Ziel des Kultusministeriums vor: „Es geht darum, die hohe Qualität der Bildungsangebote an den bayerischen Schulen zu sichern und langfristig weiterzuentwickeln – eine entsprechende personelle Ausstattung ist hier eine wesentliche Komponente.“ Der Abgeordnete verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Schaffung von insgesamt 1.500 neuen Lehrerplanstellen für das Schuljahr 2027/2028.
Gerade bildungspolitische Themen würde immer wieder für Diskussionen sorgen. „Fakt ist: Trotz höchst angespannter Haushaltslage, umfasst der gesamte Bildungsbereich das mit Abstand größte Budget“, hält Heisl nochmals fest.