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15.04.2026 | Stefanie Starke | Haidmühle

Gelder für ein Museum unter freiem Himmel

195.000 Euro fließen in Sanierung des KulturLandschaftsMuseums nach Haidmühle – Landtagsabgeordnete Heisl und Toso begutachten Verwendung für Mittel aus den Fraktionsinitiativen

„Es ist eine wunderbare Entdeckungstour durch eine einzigartige Landschaft – im Moment nur leider total marode und daher auch teils gefährlich“, betont Roland Schraml, Bürgermeister der Gemeinde Haidmühle bei einem Besuch der beiden Landtagsabgeordneten Josef Heisl (CSU) und Roswitha Toso (FW). 

Foto (Stefanie Starke): (v. l.) Haidmühles Bürgermeister Roland Schraml, MdL Roswitha Toso und MdL Josef Heisl.
Gemeinsam haben sich die Mandatsträger auf in die Natur gemacht – in die Welt des KulturLandschaftsMuseum (KuLaMu). Ein im deutschen Sprachraum einmaliges Museum unter freiem Himmel, das den Besuchern die Möglichkeit bietet, einzigartige bayer- und böhmerwaldtypische Relikte der traditionellen Kulturlandschaft zu erleben. „Ein Museum für Gewässer, Weiden, Steinäcker, das die Ursprünglichkeit unserer Region vor Augen führt, unsere erlebnisreiche Landschaft – und das über schöne Museumssteige verbunden“, erklärt Schraml. So erstreckt sich das KulturlandschaftsMuseum über insgesamt fünf Steige, ausgestattet mit Informationstafeln – „beides ist weder ansehnlich noch intakt. Deswegen besteht hier dringender Handlungsbedarf. Dabei geht es nicht nur um den touristischen Mehrwert, sondern der Erhalt ist auch aus kultureller Sicht von großer Bedeutung“, ist Schraml überzeugt und führt die beiden Landtagsabgeordneten derweil über den sogenannten Industrie-Steig. „Wasserkraft, Holz und Torf waren die treibenden Kräfte für die frühindustriellen Unternehmungen in Haidmühle. Der legendäre Haidmühler Eisenhammer verhüttete und verarbeitete früher Roheisen zu landwirtschaftlichen Gerätschaften. Mit der Eisenbahn wurde Haidmühle zum Grenzbahnhof und zur Zollstation für Personen und Güter. Der Haidmühler Industriesteig führt hier zu den Originalschauplätzen“, gibt der Bürgermeister Einblick in die eigentliche Entdeckungsreise – die derzeit jedoch gesperrt ist. „Zum Glück ein Zustand auf absehbare Zeit“, dankt er den Landtagsabgeordneten für ihre Unterstützung. Denn mit Mitteln aus den Fraktionsinitiativen gehen in Summe 195.000 Euro nach Haidmühle, zu Gunsten der Sanierung und Renovierung des „KulturLandschaftsMuseums Grenzerfahrung, um die Kulturlandschaft im Dreiländereck Bayern-Österreich-Tschechien erlebbar zu machen. Dabei hat sich MdL Josef Heisl für eine Summe in Höhe von 140.000 Euro eingesetzt, aus dem Topf der Freien Wähler kommen weitere 55.000 Euro. 
„Die letzten 20 Jahre sind nicht spurlos an den Steigen vorbeigegangen“, erkennt der CSU-Landtagsabgeordnete Heisl im Zuge des Rundgangs den Handlungsbedarf. Für die Zukunft setzt das Museum stark auf die Themen nachhaltige Bildung und moderne Museumspädagogik. Zudem möchte die Gemeinde die Entwicklung des Gebiets als Modellregion für das Grüne Band Europas weiter vorantreiben. 
„Derzeit gleicht der Steig eher einem Weg mit Stolperfallen“, bemerkt auch MdL Roswitha Toso unzählige marode und lose Bretter. Auch die kleine Brücke hat ihre besten Tage hinter sich und die einst wertigen Informationstafeln zeigen sich verblasst und teils unleserlich. „Hier sind die Gelder bestens angelegt“, sind beide nach dem Rundgang überzeugt. 
Neben dem Industrie-Steig ist das KulturLandschaftsMuseum weiter über den Naturerlebnisfpad „Goldener Steig", den sogenannten „Flursteig" in Bischofsreut, den Triftsteig entlang der romantischen Kreuzbachklause sowie den „Steig der Artenvielfalt" mit seinen faszinierenden Gebirgslebensräume miteinander verbunden.