Foto (Stefanie Starke): (v. l.) Landesschülersprecher Lukas Berger im Gespräch mit MdL Josef Heisl.
„Klar, macht man sich schon auch kurz Gedanken, ob es dann auch mit den Noten alles hinhaut. Schließlich fließen die Leistungen auch aus diesem Jahr mit in die Abiturnote. Aber das bekomm ich schon hin“, ist der 18-Jährige mittlerweile überzeugt. Schließlich sei es eine einmalige Chance, auch für den weiteren Lebensweg.
Lukas Berger in seiner Funktion in viele wichtige bildungspolitische Angelegenheiten auf Landesebene involviert und war so zuletzt unter anderem bei einem Austausch mit Kultusministerin Anna Stolz. Hier wurde über ein krisenresilientes Schulsystem diskutiert – „die Thematik soll fest im Lehrplanverankert werden. Anders als beispielsweise die Verfassungsviertelstunde, die einfach obendrauf gesetzt wurde“, berichtet der Landesschülersprecher.
Ob Demokratiebildung, Sport oder andere gesellschaftliche Bereiche – Schule werde an vielen Stellen schnell in die Pflicht genommen. „Oft hat man den Eindruck, alles wird der Schule aufs Auge gedrückt. Aber Schule kann nicht alles leisten“, ist MdL Heisl überzeugt. Dem Jugendpolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion ist es ein großes Anliegen allgemein mit jungen Menschen und speziell auch solchen in gestaltungsträchtigen Positionen, ins Gespräch zu kommen. „Es wird viel zu oft über Schüler gesprochen, viel zu wenig mit uns“, dankt der Schülersprecher in diesem Zusammenhang für das Interesse an dem Gespräch und damit an den Themen der jungen Menschen.
KI im Unterricht und bei Prüfungssituationen, die Umsetzung der Hymnenpflicht, ein Verzicht auf Exen und Abfragen, ein Social Media-Verbot oder auch die Zukunft der P-Seminare in Gymnasien – im Gespräch des Schülersprechers mit dem CSU-Landtagsabgeordneten sind einige Inhalte zur Sprache gekommen. „Der Faktor KI nimmt eine immer größere Rolle auch im Schulalltag ein. Deren Einsatz muss für die unterschiedlichen Jahrgangsstufen sicher auch unterschiedlich bewertet werden. Dabei ist KI auch eine Chance, wenn man sie richtig einzusetzen weiß“, ist der Schüler überzeugt.
Auf der Agenda des Landesschülersprechers stand weiter die finanzielle Bezuschussung der Bustickets im ÖPNV im Rahmen der Schülertransports ab den 10. Klassen. „Die Ungleichbehandlung im Vergleich zu Studierenden sollte unbedingt geprüft werden“, so Lukas Berger. Auch politisch höchst aktuell diskutierte Themen, wie eine Wehrpflicht für junge Menschen, wurden besprochen. „Es geht um uns, gleichzeitig wird wenig mit uns gesprochen“, merkt Berger weiter an.
MdL Heisl zeigt sich höchst beeindruckt vom eloquent und sympathisch auftretenden Landesschülersprecher. „Es macht Spaß sich mit solch klugen, kreativen Köpfen auszutauschen – und ich nehme aus diesem Gespräch viel mit für die politische Agenda“, dankt Heisl für die offenen Worte.