Seit 1359 hat Obernzell das Marktrecht. Früher noch Hafnerzell genannt, entstand Obernzell dann im Jahr 1818 und wurde vor allem durch die Verarbeitung von Ton und Graphit bekannt. Heute steht die Marktgemeinde mit über 3.800 Einwohnern, verteilt über die 20 Gemeindeteile gut da.
Foto (Stefanie Starke): Bürgermeister Ludwig Prügl (l.) und MdL Josef Heisl.
Bei einem Ortstermin hat sich MdL Josef Heisl nun einen aktuellen Sachstand zu anstehenden Vorhaben im Gemeindegebiet eingeholt. Im Austausch mit Bürgermeister Ludwig Prügl sind die Herausforderungen schnell deutlich geworden: „Eine Mammutaufgabe wird für uns sicherlich das Thema gemeindeeigene Wasserversorgung, vor allem aus topografischer Sicht“, erklärt Bürgermeister Ludwig Prügl. Ein Entwicklungs- und Strukturkonzept liege bereits vor und habe wichtige Erkenntnisse gebracht. So müssen in den nächsten 15 Jahren etwa 10 Millionen Euro investiert werden, für die es eine hohe staatliche Förderung bedarf. Weiter wurde zuletzt die Kläranlage Obernzell aufwendig generalsaniert – „nun ist der Plan eine Photovoltaikanlage dort zu bauen, um eigenen Strom zu erzeugen und sofort bei der Pumpenanlage einzuspeisen. Der Strombedarf ist hier im Bereich Kläranlage natürlich enorm und wir sparen langfristig die Stromkosten“, so der Bürgermeister.
Ein Projekt mit großem Mehrwert ist das neue Bürgerhaus in Nottau. „Das wird super angenommen. Nun geht es darum, dass wir das Umfeld an diesem Standort noch in Angriff nehmen, weiter aufwerten, auch als Startpunkt/Infopoint für Wanderungen mit einem entsprechenden Neubau eines Parkplatzes an der Kreisstraße“, schildert Prügl.
Im Bereich des Sportbootshafen im Freizeitzentrum gebe es nach wie vor große Probleme mit der fortschreitenden Verlandung. „Hier müssen wir baulich was machen, dass es uns den Sand nicht mehr reintreibt.“
Mit großem Interesse verfolgt und begleitet der CSU-Stimmkreisabgeordnete auch die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Zukunftsentwicklung des gemeindlichen Fährbetriebes über die Donau ins benachbarte Österreich. „Eine Studie wurde bereits beauftragt, die die Zukunftspotenziale untersucht. Am Ende wollen wir hin zu einer „schwimmenden Donaubrücke“: Die Fähre soll mit einem umweltfreundlichen Antrieb (Elektrofähre) leistungsfähiger und die Betriebszeiten ausgedehnt und attraktiver werden, so Bürgermeister Prügl. Ein Ansinnen, das auch MdL Josef Heisl vollkommen unterstützt: „Das ist eine enorm wichtige infrastrukturelle internationale Verbindung – für Einheimische, für den Berufsverkehr, für die Wirtschaft, aber auch aus touristischer Sicht.“
Ärztliche Versorgung, Radwegebau oder ein Nutzungskonzept für das ehemalige Krankenhaus als mögliches Pflegeheim und Bürgerhaus, wurden thematisch ebenso angeschnitten, wie die Förderung der Freibadsanierung oder auch von Dorferneuerungsmaßnahmen, die Schaffung von neuem Wohnraum, die Stärkung kommunaler Finanzen oder auch der Saisonstart des Bayerischen Donauland-Museums im Schloss Obernzell. „Die Themen und Arbeitsfelder sind facettenreich und ich nehme einige Anliegen mit nach München“, dankt MdL Heisl abschließend für den regen Austausch.