Vertreter der jungen Liste „Zukunft Passau“ haben sich an MdL Josef Heisl gewandt, um ihren Vorstoß zum Bau des sogenannten Philosophensteigs vorzustellen.
Bei einem Ortstermin oberhalb der Innstraße hat Stadtrat Jonas Weidenthaler nun die Hintergründe der Idee erläutert: „Bereits vor Jahrzehnten wurden Pläne für den sogenannten Philosophensteig entwickelt. Als Teil dieser Planungen wurde längst eine Brücke an der Universität errichtet, die jedoch aktuell ins Nichts führt. Wir wollen dieser Brücke endlich ihren ursprünglichen Sinn verleihen – auch, weil der Bedarf in greifbarer Nähe liegt.“
So werde derzeit inmitten der Stadt Passau ein neues Audimax errichtet, was selbsterklärend eine drastische Erhöhung der Fußgängerströme zwischen dem bestehenden Campus am Inn und dem neuen Hörsaalgebäude am Klostergarten mit sich bringen werde. „Um eine geordnete, sichere und effiziente Verkehrsführung für Fußgänger zu gewährleisten, ist die Umsetzung des Philosophensteigs zwingend erforderlich“, weiß auch Veronika Steinhofer. Das neue Audimax biete die Gelegenheit, den Steig nun endlich final zu realisieren. „Ein rückwärtiger Zugang zum neuen Gebäude wurde sogar bereits in den Plänen des neuen Audimax berücksichtigt. Damit müssten viele hundert Studierende im Zuge ihrer Vorlesungen nicht mehr beim Nikolakloster über die teils stark befahrene Innstraße – was im Übrigen auch die Verkehrslage insgesamt in der Innstraße entzerren würde“, ist Weidenthaler überzeugt. Die Idee ist, die Fußgänger entsprechend über den Philosophensteig und die bestehende Brücke umzuleiten. „Gleichzeitig würde damit auch die fußläufige Verbindung zwischen Campus und dem ZOB wesentlich verbessert, was ebenfalls dem innerstädtischen Verkehr zu Gute kommt und eine weitere Entlastung mit sich bringt“, erklärt auch Maximilian Reiter.
Der Philosophensteig fördere nach Ansicht der „Zukunft Passau“ eine nachhaltige Stadtentwicklung, indem die Fußgängerinfrastruktur weiter ausgebaut und die bestehende Brücke ihrer eigentlichen Funktion zuführt werde. „Die Grundstücksverhältnisse entlang des geplanten Steigs sind derzeit noch nicht abschließend geklärt. Die Stadt Passau muss daher, gemeinsam mit dem Freistaat Bayern, eine Lösung mit den Grundstückseigentümern finden und den Bau des Steigs zügig voranzutreiben. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Stadt Passau bereits eingereicht“, so Weidenthaler, der in diesem Zusammenhang auch auf die Rolle des Freistaats Bayern als Bauherr des Audimax verwies. „Ein berechtigter, nachvollziehbarer Vorstoß, dessen Umsetzung ich gerne weiter positiv begleite“, sicherte MdL Josef Heisl zu, sich beim Staatlichen Bauamt zum weiteren Procedere und deren Einschätzung zu bemühen.