Foto (Stefanie Starke): (v. l.) MdL Josef Heisl im Gespräch mit Schulleiterin Elvira Wudy-Engleder und Robert Eberle, Standortleiter in Grafenau.
An der Berufsschule Walkirchen kommen auf dem bsz Campus junge Menschen mit den unterschiedlichsten Rahmenbedingungen und Voraussetzungen zusammen. „Wir bieten hier eine große Vielfalt an Chancen und Ausbildungsoptionen, um die Menschen auf ihren Lebenswegen zu begleiten – wir reichen ihnen die Hand“, so die Schulleiterin weiter. Bildung ist ihrer Ansicht nach eines der höchsten Güter und noch wertvoller sei es, wenn man sich so individuell wie möglich entfalten könne. „Daher liegt bei uns am Campus ein weiterer Fokus auf der Berufsorientierung“, gibt die Schulleiterin dem CSU-Landtagsabgeordneten Einblick in den Schulalltag.
Ob eine berufliche Bildung im Bereich Gastronomie, Wirtschaft und Verwaltung, bei den Dachdeckern, in der Metall- oder auch Bau- und Holztechnik – die Berufsschule Waldkirchen bündelt verschiedene Fachrichtungen. „Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist aber noch nicht Ende bei uns. Der Weg geht optional weiter bis zum Abitur – an unserer FOS und BOS.“ Derzeit vereine der BSZ Campus Waldkirchen 1272 Schülerinnen und Schüler. „Wir sind zu einer großen Schulfamilie herangewachsen“, schildert sie dem Abgeordneten und berichtet von den aktuellen Entwicklungen am Campus in Waldkirchen. Modernste Lernumgebung bietet der gerade abgeschlossene Bauabschnitt 2: Nach einer Bauzeit von etwa zwei Jahren wurde Mitte April das prächtige Schulgebäude der FOSBOS mit einer würdigen Feier eingeweiht. Zuletzt hat das Berufliche Schulzentrum Waldkirchen im Rahmen der Kommunalen Hochbauförderung 346.000 Euro vom Freistaat erhalten. „Wichtige Gelder, die für die mit zeitgemäßer Technik ausgestatteten neuen Räumlichkeiten, integrierte Fachunterrichtsräume, Labore und Werkstätten in hervorragender Weise investiert wurden“, dankt Wudy-Engleder dem CSU-Landtagsabgeordneten. „Bildung ist immer eine Investition in die Zukunft und wir investieren hier gerade kräftig in die Infrastruktur“, so die Schulleiterin.
Im Rahmen des Ortstermins wurden auch schulische Anliegen besprochen, wie beispielsweise die Problematik der finanziellen Unterstützung bei einer Teilzeitausbildung. „Der Fachkräftemangel ist uns sicher, vor allem auch in den Bereichen Pflege und Erziehung. Erste Maßnahmen wurden bereits ergriffen und so ist unter anderem bei der Vorstufe zur Erzieherin/zum Erzieher eine Ausbildung in Teilzeit möglich“, erklärt Studiendirektor Robert Eberle, Standortleiter des bsz Waldkirchen in Grafenau. „Das kommt vor allem bei Müttern gut an, die so vormittags ihre Ausbildung absolvieren können und nachmittags für ihre Kinder da sind. Allerdings hapert es an der Unterstützung, konkret an BAföG-Zahlungen“, moniert er gegenüber dem Mandatsträger. In diesem Zusammenhang kam weiterhin das Erfordernis einer entsprechenden Zertifizierung der Schule zur Sprache. „Die Jobcenter der Arbeitsagentur können nur Arbeitssuchende mit Bildungsgutscheinen fördern, wenn die Ausbildungseinrichtungen eine Akkreditierung nach AZAV haben und diese ist sehr zeitaufwendig, teuer und muss in regelmäßigen Abständen im Rahmen von Audits erneuert werden. In 13 von 16 Bundesländern übernimmt das Kultusministerium die Akkreditierung bestimmter Ausbildungsberufe – dies wäre auch in Bayern sehr hilfreich“, betont Robert Eberle im Gespräch mit dem Abgeordneten.
„Uns ist es wichtig, dass wir in einem engen Austausch stehen, um unsere Hausaufgaben an die Politik direkt weiterleiten zu können“, so auch die Schulleiterin.
MdL Heisl nahm im Zuge des Gesprächs einige Punkte auf: „Ich werde die Anliegen im Landtag einfließen lassen und entsprechende Positionen einholen.“