Glaubwürdigkeit bürgerlicher Politik wiederherstellen – Fraktionsvorsitzende von CDU und CSU fordern spürbare Entlastungen, einen gerechten Sozialstaat und schnelle Entscheidungen der Bundesregierung
Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU aus den Ländern haben sich am Sonntagabend in Berlin getroffen. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz, Sebastian Lechner (Niedersachsen), und seine beiden Stellvertreter, Klaus Holetschek (Bayern) und Andreas Bühl (Thüringen), erklären gemeinsam zu den Ergebnissen der Beratungen:
„Die jüngsten Wahlergebnisse sind ein deutliches Warnsignal. Die Menschen erwarten einen Politikwechsel, den sie im Alltag spüren. Doch das Leben bleibt teuer, die Wirtschaft steht unter Druck, die Sozialabgaben steigen und die kommunalen Haushalte geraten zunehmend an ihre Grenzen.
Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU in den Ländern sind sich einig: Bürgerliche Politik muss wieder erkennbar für Leistung, Eigenverantwortung, wirtschaftliche Stärke, soziale Gerechtigkeit und einen funktionierenden Staat stehen. Diese Grundüberzeugungen bilden seit jeher den Markenkern von CDU und CSU. Jetzt müssen sie wieder Maßstab konkreter politischer Entscheidungen werden. Die Menschen müssen spüren, dass sich Leistung lohnt, das Leben wieder bezahlbarer wird und der Staat sich auf seine wesentlichen Aufgaben konzentriert.“
Zu den Herausforderungen der Pflegeversicherung ergänzt Holetschek:
„Wir müssen pflegende Angehörige dauerhaft absichern und entlasten, denn ohne sie bricht unser Pflegesystem zusammen. Zugleich ist nicht länger hinnehmbar, dass die Pflegeversicherung auf milliardenschweren versicherungsfremden Leistungen sitzen bleibt. Der Bund steht in der Verantwortung, insbesondere die Kosten aus der Corona-Zeit endlich vollständig aus Steuermitteln zu erstatten. Auch deshalb brauchen wir einen Gerechtigkeitscheck der Reform und einen Pflegegipfel mit allen Praktikern an einem Tisch, besonders den Trägern der freien Wohlfahrtspflege und pflegenden Angehörigen.“
Was jetzt passieren muss:
Darin sind sich die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU einig: Die Glaubwürdigkeit bürgerlicher Politik entscheidet sich nicht an Ankündigungen, sondern an Ergebnissen. Die Menschen müssen wieder spüren, dass das Leben günstiger wird, sie mehr von ihrer Arbeit haben und der Staat besser funktioniert.
Wir erwarten deshalb die schnellstmögliche Umsetzung dieser Maßnahmen. Wo bestehende Koalitionsvereinbarungen im Weg stehen, muss mit der SPD nachverhandelt werden. Die notwendigen Entscheidungen für mehr Wohlstand, soziale Fairness und einen funktionierenden Staat dürfen nicht länger aufgeschoben werden.