Tierheim Buch plant Quarantänestation – illegale Hundeeinfuhr wirkt sich aus

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Die illegalen Hundetransporte haben Vizelandrat Raimund Kneidinger, sowie die Kreis- und Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl jun. veranlasst, sich ein Bild vor Ort zu machen. Dieser Handel mit Tieren aus Südosteuropa sei schon immer ein Problem gewesen. Auch zu Zeiten der Grenzkontrollen haben die Beamten der Bayerischen Grenzpolizei regelmäßig Transporte gestoppt und die Tiere aus teilweise tierquälerischer Situation befreit, merkte Josef Heisl jun., der Sohn des ehemaligen Grenzpolizeichefs an. Jetzt habe das, nach Abbau der Grenzkontrollen, aber ein weit höheres Maß angenommen mit einer riesigen Dunkelziffer. Erst die zeitweiligen stichprobenartigen  Grenzkontrollen hätten jetzt diesen Anstieg teilweise sichtbar gemacht.

Die Hunde, vor allem die Welpen, seien bei der Einfuhr bereits verkauft und die neuen Eigentümer, oft auch Züchter würden schon auf die Tiere warten. Werden sie dann aufgespürt, geht es in eine Quarantäne von rund 15 Wochen, erklärt Hannes Orthuber, der Vorsitzende des Tierschutzvereins Tierschutzaktiv Passau und Umgebung,  der Träger des Tierheims Buch. Zehn bis 15 Hunde könne man maximal jeweils kurzzeitig aufnehmen. Deshalb plane man einen Neubau einer Quarantänestation, die dann 20 bis 25 Hunde aufnehmen könnte. Platz für den Neubau sei ausreichend vorhanden. Das Tierheim trägt sich über Spenden und die Beiträge der Vereinsmitglieder. Ehrenamtliche gewährleisten den Betrieb, Gassi-Geher, die Hunde lieben, sich aber aus verschiedensten Gründen keinen anschaffen wollen oder können, nehmen sich auch der Vierbeiner an.

Vizelandrat Raimund Kneidinger machte deutlich, dass für das Verfahren mit den Hunden das Veterinäramt beim Landratsamt zuständig sei. Deshalb würde der Landkreis das Vorhaben unterstützen, zumal auch baurechtlich dem nichts entgegen stehe. Ihre Hilfe sicherten auch die beiden Bezirksräte zu, die auch dem Kreistag angehören und dort mitbestimmen können. Problem sei, dass die Hunde oft noch zu jung für Impfungen seien, oder dass darauf aus Kostengründen ganz verzichtet würde.

Schaffen es die Tierschmuggler über die Grenze, dann werden die Hunde in Deutschland, aber auch vor allem in Belgien, den Niederlanden und England an ihre Abnehmer verteilt. Die an der Grenze gestoppten Tiere müssen nach der Quarantäne aus Eigentumsgründen wieder den illegalen Händlern zurückgegeben werden, falls sie sie denn abholen, weiß Cornelia Wasner-Sommer, die Ehefrau eines Tierarztes. Es werden dann nämlich die Kosten für Impfungen und Unterbringung fällig und die können bei einem ganzen Transport schon einmal in die Tausende gehen. Doch diese Kriminellen verdienen gut und stehen auch unter großem Druck der Abnehmer, die meist schon Vorkasse geleistet haben.

Bezirksrat Josef Heisl geht das Schicksal der Tiere besonders nahe, hat er doch vor gut einem Jahr seinen Hund auch aus dem Tierheim geholt, ein wunderbares, gut erzogenes Red River Weibchen, das jetzt ein gutes Zuhause gefunden hat. Deshalb soll jetzt gemeinsam angepackt werden.  -Red-

Bild:  Die Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer (4.v.li.) und Josef Heisl jun. (re.), sowie Vizelandrat Raimund Kneidinger (2.v.re.) informierten sich bei den Verantwortlichen des Tierheims Buch, v.li.  Schriftführerin Sandra Meier, 1. Vorsitzender Hannes Orthuber, Tierpflegerin und Beirätin Judith Lutz und Hundetrainerin und Vorstandsmitglied Stefanie Orthuber.

Über 20 Nachwuchsadler testeten ihr Fluggefühl – Förderverein mit Skisprungspaß auf der Baptist-Kitzlinger-Schanze – Kaiserwetter schuf tolle Atmosphäre

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Breitenberg  Über zwanzig Kinder nutzten am Sonntag die Möglichkeit zum Skispringen auf der bestens präparierten Baptist-Kitzlinger-Schanze, Veranstalter war der Förderverein „Pro Nordisch“ zusammen mit dem  WSV DJK Rastbüchl. Die Nachwuchsadler tummelten sich auf drei kleinen Schanzen, durften den Auslauf hinunter fahren und einmal „Fluggefühl“ auskosten. Kreisrat Klaus Weidinger, der Vorsitzende des Fördervereins, hatte alle Hände voll zu tun, bestens unterstützt von Margit Uhrmann, der Vizepräsidentin des BSV. Weidinger war am Ende sehr zufrieden mit der Resonanz auf dieses Skisprungangebot.

Bei Kaiserwetter machten alle mit Feuereifer mit. Die Trainer Werner Reischl, Frantisek Vaculik und Margit Uhrmann  kümmerten sich ums Sportliche, etwa 10 Helferinnen und Helfer um den technischen Ablauf und das leibliche Wohl der Kinder und der Zuschauer. Für den Schirmherrn Landrat Franz Meyer überbrachte Kreis- und Bezirksrat Josef Heisl jun., Mitglied des Fördervereins, die Grüße des Landkreises. Er stellte fest, dass mit dieser Schanze der Verein ganzjährig die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Jugendarbeit habe. Nicht zuletzt die Erfolge von Michael Uhrmann und Severin Freund sowie die unzähligen Siege im Nachwuchsbereich adeln den WSV, bei dem jeder Euro gut angelegt sei. Die Baptist-Kitzlinger-Schanze sei eine wichtige Sportanlage, aber auch ein touristisches Aushängeschild im Landkreis und darüber hinaus.

Margit Uhrmann stellte in ihrer Begrüßung fest, dass viele Schanzenanlagen Leistungszentren seien, die dadurch stark gefördert würden. Hier in Breitenberg sei man glücklich, dass sich der Landkreis so um die Anlage annehme und den WSV kräftig unterstütze. Für die Kleinsten habe man für heute eine Schneeschanze gebaut, auf der diese sich schon einmal testen könnten. So war es dann auch möglich, dass die fünfjährige Luisa mitmachen konnte. Nach einer kurzen Aufwärmrunde ging es zu den Schanzen. Die Besten zog es gleich zur nächstgrößeren, bis hin zur 15 m Anlage. Mit Feuereifer waren sie alle dabei.

Klaus Weidinger sieht sich in der Idee für dieses Schnupperskispringen durch den großen Zuspruch bestätigt. Er meinte: „Wir werden weiterhin an der Attraktivität dieser Schanze arbeiten und der Förderverein wird auch die Jugendarbeit in Zukunft nach Kräften unterstützen“. „Pro Nordisch“ habe über 80 Mitglieder und fördere die Jugendarbeit im Skisprung, der Nordischen Kombination und im Langlauf. Man könne auch auf einige Sponsoren zurückgreifen. Mit zwei Veranstaltungen pro Jahr, dem Schnupperskispringen und der Aktion „Breitenberg beweg dich“ erwirtschafte „Pro Nordisch“ Geld, das neben den Beiträgen der Förderer dem WSV zufließe. Auch für die Nachwuchstalente müsse schon einmal ein Zuschuss für deren Kosten geleistet werden.

Viele wollen nächstes Mal sicher wieder mitmachen. Mancher fragte schon vorsichtig nach, was man so als Skispringer beim WSV machen müsse und was später mit diesem Sport zu verdienen sei. Die Namen Severin Freund und Michael Uhrmann, die hier auch ihre ersten Hüpfer getan hatten, zogen sich durch viele Gespräche.

Bild:   Bevor es auf die Schanzen ging, stellten sich die Teilnehmer mit einigen Nachwuchsspringern des WSV noch zum Gruppenfoto, hinten v.li. Frantisek Vaculik, Vorstand Alois Uhrmann, Kreis- und Bezirksrat Josef Heisl jun., Margit Uhrmann und Werner Reischl, v.li. Bürgermeister Helmut Rührl und Kreisrat und Pro Nordisch Chef Klaus Weidinger.

Freundeskreis Haus St. Josef zog positive Bilanz – Kuratorium wieder vollzählig – Freundeskreis zählt 89 Mitglieder

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Zu seiner turnusmäßigen Sitzung traf sich das Kuratorium des Freundeskreises Haus St. Josef Büchlberg e.V. in der Heilpädagogischen Einrichtung. Landrat Franz Meyer konnte als Vorsitzender eine recht positive Bilanz ziehen. Das Haus sei eine Einrichtung der Jugendhilfe mit stationären und ambulanten Angeboten, so Meyer. Neu ins Kuratorium wurden auf Vorschlag von Bürgermeister Norbert Marold Bezirksrat Josef Heisl jun. aus Salzweg und Bürgermeister Hermann Baumann aus Hutthurm aufgenommen.

Es sei gute Tradition, am Jahresanfang Bilanz zu ziehen, meinte der Landrat, der den Anwesenden versicherte, dass der Landkreis stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Einrichtung und des Freundeskreises hab. Franz Meyer begrüßte ganz besonders die Neuen im Kuratorium. Die Kinder und Jugendlichen kämen zumeist aus stark belasteten Familien und fänden hier eine Heimat auf Zeit. Das Haus versuche ihnen das mit kreativen Mitteln nach Möglichkeit zu geben. Meyer lobte auch die Verantwortlichen der Förderschulen, die in der Schullandschaft des Landkreises eine ganz besondere Stellung einnähmen.  Norbert Marold dankte Baumann und Heisl jun. für die Bereitschaft, in diesem sozialen Ehrenamt mitzumachen. Im Schulverbund mit Hutthurm und Salzweg gebe es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit, deshalb freue ihn, dass auch im Kuratorium jetzt diese beiden Gemeinden vertreten seien.

Marold wies auf die Einrichtung für Asylsuchende hin, die für 150 Personen ausgelegt sei. Derzeit habe man weniger in der Einrichtung. Doch Kinder würden die Schulen besuchen, genauso wie die Kinder aus dem Haus St. Josef. Deshalb sei es wichtig, dass man sich immer wieder zum Austausch treffe. Marold dankte für die Unterstützung aus dem Landkreis.

In Ihrer Bilanz sprach die Vorsitzende des Freundeskreises Marianne Lang aus Witzmannsberg von 89 zahlenden Mitgliedern. Viele würden sogar mehr als die 18 Euro Jahresbeitrag zahlen. Auch Spenden gingen immer wieder ein, besonders von den Hotels der Familie Wunsch aus Bad Griesbach, die sich in besonderer Weise für diese Anliegen einsetzt. So habe man im vergangenen Jahr insgesamt 5 570 Euro an Spenden erhalten.

In den 13 Jahren des Bestehens dieses gemeinnützigen Vereins habe der Freundeskreis 120 000 Euro aufgebracht und damit eine Vielzahl von Maßnahmen unterstützt. Alleine 2016 seien 6 425 Euro in therapeutische und pädagogische Projekte geflossen, die durch öffentliche Mittel nicht oder nur zum Teil abgedeckt waren.  S wurden unter anderem  Freizeiten, Musikunterrichte, Schülerfahrten, Bekleidung oder Nachhilfe gesponsert oder ganz übernommen. Derzeit suche man dringend Nachhilfe für Mathematik, betonte Lang. Auch für das neue Jahr seien schon Anträge eingegangen. Lang dankte ganz besonders Bezirksrat Josef Heisl jun., der schon mehrere Jahre Mitglied sei und sich jetzt auch für das Kuratorium zur Verfügung stelle.

Heimleiter Thomas Brecht nannte die Jahre 2015 und 2016 eine echte Herausforderung durch die vielen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die man im Stammhaus in Büchlberg und in der Dependance in Passau-Neureut unterbringen musste. Derzeit gebe es eine leichte Entspannung. Dafür werden aber vermehrt Plätze für Kleinkinder von drei bis sechs Jahren nachgefragt. Wichtig sei bei den Älteren die Integration ins Schulsystem und das Hinführen auf den Hauptschulabschluss. „Wir sind auf einem guten Weg und können etwas entspannt in die Zukunft blicken“, meinte Brecht zum Schluss recht optimistisch und lobte die Sportvereine der Region, in denen Jugendliche aus der Einrichtung gut ankommen würden.

Lob gab es für Brecht und sein Haus anschließend vom Vorsitzenden, Landrat Franz Meyer. Die Einrichtung habe dem Landkreis in der schweren Zeit des riesigen Stroms von Flüchtlingen und Einwanderern sehr geholfen. Die jetzige Situation bezeichnete Meyer nur als Verschnaufpause. Er sei froh, dass auf seine Anregung hin wenigstens eine deutschlandweite Verteilung dieser minderjährigen Flüchtlinge erfolgt sei. Zum Bezirkstag von Niederbayern meinte der Landrat, der sei ein hoch geschätzter Partner, von dem der Landkreis viel profitiere.

Bezirksrat Josef Heisl jun. erläuterte die Rolle des Bezirkstages in dieser Frage. Obwohl jetzt auch der Freistaat unterstützend eingreife, bleibe viel von den finanziellen Belastungen trotzdem beim Bezirk hängen. Der Bezirksrat erläuterte auch die Situation der Jugendpsychiatrie. Die Zahl der Erkrankungen nehme stetig zu, weshalb man das Bezirkskrankenhaus in Passau ausbaue und dezentrale Angebote schaffe. 90 Prozent des Bezirkshaushaltes würden in den Sozialbereich fließen, schloss der Bezirksrat.

Im April werde man eine Mitgliederversammlung des Freundeskreises abhalten, verkündete Marianne Lang zum Schluss der Sitzung. Doch vorher gab es für sie noch hohes Lob von Josef Wenzl, der sie als Motor des Freundeskreises bezeichnete, und Landrat Franz Meyer, der sie einen Glücksfall für den Freundeskreis und die Einrichtung Haus St. Josef nannte. Meyer sagte weiterhin die Unterstützung durch den Landkreis zu, Marold durch die Gemeinde.

Kontakt für Mitgliedschaft oder Spenden:

Freundeskreis Haus St. Josef Büchlberg e.V., Kinderheimstraße 38, 94124 Büchlberg, Tel. 08505-9138-0, Email freundeskreis@hsj-buechlberg.de, Bankverbindung: Raiffeisenbank im Landkreis Passau-Nord, Kto. Nr. 255 06 10, BLZ 740 627 86.

 Bild:  Zu ihrer ersten Kuratoriums-Sitzung im Jahr trafen sich v.li. Josef Wenzl, Landrat Franz Meyer, Heimleiter Thomas Brecht, Freundeskreisvorsitzende Marianne Lang, Claudia Mader, Josef Liebl, Bürgermeister Hermann Baumann, Bezirksrat Josef Heisl jun. und Bürgermeister Norbert Marold.